Das Potential der sektorübergreifenden ePA für Qualität und Versorgungsinnovation

Start: 16.12.2020, 13:35 Uhr Ende: 16.12.2020, 14:05 Uhr
COVID-19 als Beschleuniger des Austauschs digitaler Gesundheitsdaten?
Christian Hälker – Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV),
Geschäftsführer
Michael Weller – GKV-Spitzenverband,
Leiter Stabsbereich Politik
Nino Mangiapane – Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV),
Digital-Koordinator, Stabsbereich Politik, Strategie und politische Kommunikation
Christian Klose – Leiter der BMG-Unterabteilung "gematik, Telematikinfrastruktur, E-Health"

Die Corona-Pandemie zeigt es deutlicher denn je: Das deutsche Gesundheitswesen muss im Hinblick auf die Digitalisierung im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern rasch aufholen, zeigte sich Christian Hälker vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) überzeugt. Dazu müsse der Gesetzgeber jedoch die Regulatorik im Gesundheitswesen zurückfahren und Wege ermöglichen, um die Elektronische Patientenakte im Rahmen des Wettbewerbs weiterzuentwickeln. Nur so könnten innovative Versorgungsformen schnell ihren Weg in die medizinische Versorgung finden.

Das gehe jedoch nicht ohne Interoperabilität, stellte Nino Mangiapane, Kassenärztliche Bundesvereinigung, fest. Fehle diese Voraussetzung, werde es weder funktionsfähige Patientenakten, noch professionelle Kommunikationssysteme noch die Möglichkeit geben, aus den Daten zu lernen und die Versorgung noch besser zu machen.

Es gelte, jetzt in den Entwicklungsprozess zur Elektronischen Patientenakte einzusteigen und Erfahrungen zu sammeln, hob Christian Klose, Leiter der Unterabteilung “gematik, Telematikinfrastruktur, E-Health” des Bundesgesundheitsministeriums, hervor.

Dabei werde man dem hohen Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung Rechnung tragen und Datenschutzbedenken ernstnehmen, versicherte Michael Weller vom GKV-Spitzenverband. Am Ende werde ein datenschutzkonformes, digitales Instrument der medizinischen Versorgung stehen.